Archäologie

Grabungsbericht


Die archäologischen Ausgrabungen – eine Zielsetzung
Das Mürztal gehört zu den archäologisch am schlechtest erforschten und betreuten Gebieten der Steiermark. Vor den Ausgrabungen am Georgiberg hat im Mürztal überhaupt nur eine moderne Grabung stattgefunden. Dies steht im krassen Gegensatz zur damals wie heute großen verkehrsgeographischen Bedeutung des Mürztales, aus dem Altfunde aus fast allen Perioden steirischer Archäologie bekannt sind.
Die Restaurierungsarbeiten an der Kirche sowie Drainagen, Verlegung von Wasserleitung und Stromkabeln usw. erforderten einerseits eine archäologische begleitende Kontrolle, andererseits war das Interesse von Seiten der Kindberger groß, auch archäologisches über ihre älteste Kirche zu erfahren, deren Vergangenheit leider ist esoterisch angehauchten Mystizismen interpretiert wurde und zum Teil noch wird.
Von archäologischer Seite stand vor allem die Möglichkeit im Vordergrund, durch Ausgrabungen im Mürztal vor Ort präsent zu sein und durch solche „Öffentlichkeitsarbeit“ das Interesse der Bevölkerung auf ihre eigene Vergangenheit zu lenken, was nicht zuletzt durch mehrere Fundmeldungen bislang unbekannter archäologischer Funde und Fundstätten durch die Bevölkerung erreicht werden konnte.
Zudem war über die Georgibergkirche nur bekannt, dass sie laut der Krieglacher Urkunde älter als die Stadtpfarrekirche von Kindberg ist und schon vor 1232 bestanden haben muss; das „vorurkundenzeitliche“ Geschehen um die Kirche und dem dazugehörigen Gräberfeld zu klären, war Ziel einer ersten Grabungskampagne.